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Fachbereich Musik PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: C. Parsiegel   

 

Der Fachbereich Musik am CFG



Musik ist in unseren Tagen fast überall verfügbar. Nahezu zu jeder Zeit und an jedem Ort können wir durch die massenmediale Verbreitung von Musik und die immer vielfältiger werdenden technischen Möglichkeiten (insbesondere bei der Reproduktion) in vielgestaltiger Form auf Musik zugreifen.

Die im Vergleich zur Vergangenheit erleichterte Zugänglichkeit und Allgegenwärtigkeit von Musik stellt die musikalische Bildung vor die Aufgabe, den sinnhervorbringenden und sinnvermittelnden Charakter von Musik als Kulturphänomen zu beleuchten und eine Teilhabe an einer lebendigen Musikkultur zu ermöglichen.

Musikalische Erfahrungen und Musik-Orientierungen von Schülerinnen und Schülern sollen aufgegriffen werden und um neue Erfahrungen -die Vielfalt musikalischer Phänomene und Musik-Teilkulturen beachtend- erweitert werden.

Die rationale und emotionale Auseinandersetzung mit Musik in ihren Entstehungsprozessen, die Beleuchtung der geschichtlich-kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammen-hänge der Vielgestaltigkeit von Musik sollen im Musikunterricht thematisiert werden.

In der Musik artikulieren sich fundamentale Deutungsmuster menschlichen Lebens, durch die eine Kultur geprägt ist und sich von anderen Kulturen unterscheidet. „Solche unterschiedlichen Sinndimensionen bestimmen auch musikalische Teilkulturen, die in Lerngruppen in vielfältiger Weise vertreten sind. Voraussetzung für eine rationale Auseinandersetzung mit (den) vielfältigen Erscheinungsformen von Musik ist die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, sich mit Offenheit und Toleranz auf unterschiedliche musikalische Erfahrungen einzulassen und sich über diese auszutauschen mit dem Ziel eines tieferen Verstehens.“1

Nur so kann es gelingen, Schülerinnen und Schülern eine selbstbestimmte Orientierung in der sich heute vielfältig zeigenden Musikkultur zu ermöglichen und unbedachter und unreflektierter Verengung des musikalisch-geistigen Horizonts entgegenzuwirken.

Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen Musik vollzieht sich im Musikunterricht in den vier Umgangsweisen Musik hören, Musik gestalten, Kenntniserwerb über Musik und über Musik nachdenken.

Zur Umgangsweise Musik hören: In der Popularmusik finden wir heute überwiegend fertige Standard-Abmischungen von Musik und Klängen, die elektronisch erzeugt sind und damit nicht mehr die klangliche Originalität und damit das ursprüngliche gesamte charakteristische Klangspektrum von Originalinstrumenten aufweisen. Schülerinnen und Schülern soll die Möglichkeit gegeben werden, Originalklänge kennenzulernen, sie gedächtnismäßig abzuspeichern, um sie später in verschiedenen Zusammenhängen wieder zu erkennen und in Gesamtzusammenhänge und Bedeutungskategorien einzuordnen. In diesem Zusammenhang ist es sehr gut, wenn Schülerinnen und Schüler Instrumente, die sie selbst spielen, mit ihren Klangmöglichkeiten im Unterricht vorstellen. Da in den Lerngruppen einer Schule jedoch nicht alle wesentlichen Instrumente vertreten sind und auch spezielle Klangkombinationen einzelner Instrumentengruppen kennen zu lernen sind, betreiben wir eine enge Kooperation mit unserem Orchester, der Neuen Pilharmonie Westfalen. (Brahms-Projekt)

Schülerinnen und Schüler haben darüber hinaus selbst die Gelegenheit, im Rahmen des Schullebens (z.B. bei Schulkonzerten, Schulgottesdiensten und anderen Schulveranstaltungen) zu musizieren und bei „“Produzieren von Originalklängen“ dabei zu sein.)

Der Musikunterricht in der Sekundarstufe I und II orientiert sich eng an den vom Schulministerium als verbindlich vorgegebenen Richtlinien und Lehrplänen und der aktuellen Vorgaben zur Qualitätssicherung, und zum Zentralabitur. Er ist thematisch geordnet in folgende vier Bereiche:

  1. Musik gewinnt Ausdruck vor dem Hintergrund von Gestaltungsregeln

  2. Musik erhält Bedeutung durch Interpretation (Sekundarstufe I: Musik gewinnt Form und Ausdruck)

  3. Musik hat geschichtlich sich verändernden Gehalt (Sekundarstufe I: Musik ist geschichtlich und kulturell gebunden)

  4. Musik wird zur Aussage durch Verwendungszusammenhänge

1 Schulministerium NRW, Richtlinien und Lehrpläne, Düsseldorf 1999, S. 6